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# 8.4 Betriebsmodi

Das dnt LoRaWAN® Heizkörperthermostat bietet verschiedene Modi, in denen das Gerät je nach gewünschtem Einsatzzweck betrieben werden kann. Ein Wechsel des Betriebsmodus wird entweder vom Nutzer initiiert oder auch durch das Gerät, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Dabei stehen die drei Hauptmodi:

* Manueller Temperatur-Modus
* Manueller Positionier-Modus
* Automatik-Modus

zur Verfügung wovon immer nur einer aktiv sein kann und die fünf Submodi:

* Urlaubs-Modus
* Fenster-offen-Modus
* Boost-Modus
* Frostschutz-Modus
* Notbetrieb

welche den Haupt-Modus übersteuern können. Sind die Bedingungen für mehrere Modi erfüllt, wird der Modus mit der höchsten Priorität ausgeführt.

| Priorität      | Modus               |
| -------------- | ------------------- |
| 1 (niedrigste) | Haupt-Modus         |
| 2              | Urlaubs-Modus       |
| 3              | Fenster-offen-Modus |
| 4              | Boost-Modus         |
| 5              | Frostschutz-Modus   |
| 6 (höchste)    | Notbetrieb          |

Welcher Modus aufgrund seiner Priorität zurzeit ausgeführt wird, kann in der Statusmeldung im Feld `ACTIVE_MODE` eingesehen werden. Um den Status jedes einzelnen Modus auszulesen, kann der Befehl [`Get Mode Status (0x0C)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/4.-geratemodi.md) gesendet werden.

### 8.4.1 Manueller Temperatur-Modus

Der manuelle Temperatur-Modus wird mit dem Befehl [`Set Manu Temperature Mode (0x0D)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/4.-geratemodi.md) aktiviert. In diesem Modus wird die Soll-Temperatur durch den Befehl [`Set Set-Point Temperature(0x22)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/7.-temperaturregelung.md) vorgegeben. Das dnt LoRaWAN® Heizkörperthermostat reguliert nun die Raumtemperatur auf diese Soll-Temperatur. Dieser Zustand wird so lange beibehalten, bis eine andere Soll-Temperatur vorgegeben wird. Die aktuell eingestellte Soll-Temperatur kann mit dem Befehl [`Get Set-Point Temperature (0x21)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/7.-temperaturregelung.md) ausgelesen werden.

### 8.4.2 Manueller Positionier-Modus

Im manuellen Positionier-Modus ist die Regelung des Heizkörperthermostats abgeschaltet. In diesem Modus kann die Ventilposition direkt mithilfe des Befehls [`Set Valve Set-Point Position (0x1A)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/6.-konfiguration-des-ventils.md) vorgegeben werden und entsprechend mit dem Befehl [`Get Valve Set-Point Position (0x19)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/6.-konfiguration-des-ventils.md) ausgelesen werden. Diese Ventilposition behält das Thermostat bei, bis eine neue Sollposition vorgegeben wird.

Dieser Modus ist nützlich, wenn anstatt der internen Regelung eine zentrale Regelung auf einem Server ausgeführt werden soll oder wenn mehrere Heizkörper in einem Raum geregelt werden sollen. In diesem Fall kann ein dnt LoRaWAN® Heizköperthermostat als Regler fungieren, z. B. im manuellen Temperatur-Modus. Dieser gibt dann die Soll-Ventilposition an alle anderen Heizkörperthermostate weiter, welche im manuellen Positionier-Modus nur als Stellglieder agieren. Dies garantiert, dass alle Heizkörper miteinander synchronisiert sind und gleichermaßen den Raum aufheizen.

### 8.4.3 Automatik-Modus

Innerhalb des Automatik-Modus ist es möglich, das Raumklima nach einem, auf dem Gerät hinterlegten Wochen-Heizprofil zu regeln. Dies verringert im Gegensatz zum manuellen Temperatur-Modus die Anzahl der Downlinks, um die Soll-Temperatur zu verändern und ermöglicht gleichzeitig das fortführen der Raumtemperaturregelung, auch wenn das LoRaWAN®-Netzwerk zeitweilig ausfällt.

Das Gerät erlaubt es, bis zu 3 Wochen-Heizprofile mit bis zu 10 Schaltzeitpunkten zu speichern. Wobei jeder Schaltzeitpunkt auf jeden beliebigen Wochentag bzw. mehrere beliebige Wochentage angewendet werden kann. Ausgelesen bzw. konfiguriert werden können die Heizprofile mit den Befehlen [`Get Week Program (0x16)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/5.-wochenprogramm.md) bzw. [`Set Week Program (0x17)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/5.-wochenprogramm.md). Aktiviert wird der Automatik-Modus mit dem Befehl [`Set Auto Mode (0x0F)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/4.-geratemodi.md).

### 8.4.4 Urlaubs-Modus

Der Urlaubs-Modus ermöglicht das herab oder heraufsetzen der Soll-Temperatur für einen bestimmten Zeitraum. Mit dem Befehl [`Set Holiday Mode (0x10)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/4.-geratemodi.md) kann ein Startzeitpunkt, ein Endzeitpunkt und die Soll-Temperatur während dieses Zeitraums konfiguriert werden. Wurde der Urlaubs-Modus korrekt konfiguriert, ist der Wert `ID_HOLIDAY_MODE_PENDING` in der Statusmeldung (0x04) oder in der Antwort auf den Befehl [`Get Mode Status (0x0C)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/4.-geratemodi.md) gleich 1. Dies zeigt an, dass der Urlaubs-Modus konfiguriert ist, jedoch der Startzeitpunkt noch in der Zukunft liegt.

Sobald der Startzeitpunkt erreicht wurde, wird das Feld `ID_HOLIDAY_MODE_PENDING` wieder 0 und das Feld `ID_HOLIDAY_MODE_ACTIVE` im Antwortframe [`Get Mode Status (0x0C)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/4.-geratemodi.md) wird 1, was bedeutet, dass der Urlaubs-Modus nun aktiv ist und dieser den Haupt-Modus übersteuert, auch zu erkennen am Feld `ID_ACTIVE_MODE`. Nach Erreichen des Endzeitpunkts des Urlaubs-Modus oder durch Deaktivieren mit dem Befehl [`Disable Holiday Mode (0x13)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/4.-geratemodi.md) wird der Wert `ID_HOLIDAY_MODE_ACTIVE` wieder 0 und das Heizkörperthermostat wechselt wieder in den ursprünglichen Haupt-Modus.

### 8.4.5 Fenster-offen-Modus

Mithilfe der Fenster-offen-Erkennung lässt sich ein geöffnetes Fenster oder eine geöffnete Tür detektieren, woraufhin das Heizkörperthermostat seine Soll-Temperatur auf eine vom Nutzer konfigurierte Temperatur absenkt. Dies vermeidet unnötiges Heizen während Fenster oder Türen geöffnet sind. Die Erkennung kann wahlweise mit externer Sensorik oder mithilfe der internen Temperatursturzerkennung durchgeführt werden. Dies kann mit dem Parameter `ID_WINDOW_OPEN_DETECTION_SOURCE` mit dem Befehl [`Set Window Open Detection Config (0x30)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/8.-fenster-offen.md) festgelegt werden.

Soll ein externer Sensor die Aufgabe der Fenster-offen-Erkennung übernehmen, kann dem dnt LoRaWAN® Heizkörperthermostat mithilfe des Befehls [`Set Window Open Status (0x2F)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/8.-fenster-offen.md) der Öffnungszustand des Fensters bzw. der Tür übermittelt werden.

Wird der interne Algorithmus verwendet, kann dieser mit den Parametern `ID_TEMPERATUREFALL_WIDNOW_OPEN_DURATION` und `ID_TEMPERATUREFALL_TEMPERATURE_DELTA` konfiguriert werden.

In welchen Modis die Fenster-offen-Erkennung aktiv sein soll, lässt sich über den Parameter `ID_WINDOW_OPEN_DETECTION_ENABLE_MODE_CONFIG` festlegen.

Zum Auslesen der aktuellen Konfiguration kann der Befehl [`Get Window Open Detection Config (0x30)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/8.-fenster-offen.md) verwendet werden und zum Auslesen des Status der Befehl [`Get Window Open Status (0x2E)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/8.-fenster-offen.md).

### 8.4.6 Boost-Modus

Um die Temperatur in einem Raum schnell auf Wohlfühltemperatur zu erhöhen, kann der Boost-Modus verwendet werden. Wird der Boost-Modus mit dem Befehl [`Set Boost Mode (0x11)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/4.-geratemodi.md) aktiviert, wird das Heizkörperventil für eine bestimmte Zeit um einen bestimmten Ventilöffnungsgrad geöffnet, um den Raum schnell aufzuheizen. Die Dauer und der Öffnungsgrad des Ventils können mit dem Befehl [`Set Boost Config (0x15)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/4.-geratemodi.md) konfiguriert bzw. mit dem Befehl [`Get Boost Config (0x14)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/4.-geratemodi.md) ausgelesen werden.

### 8.4.7 Frostschutz-Modus

Fällt die Temperatur in Raum auf unter 4 °C, wechselt das Heizkörperthermostat automatisch in den Frostschutz-Modus. In diesem Modus wird das Heizkörperventil komplett geöffnet, um das Einfrieren des Heizkreislaufs zu vermeiden und somit Schäden an Leitungen vorzubeugen. Dieser Modus wird erst verlassen, wenn die Raumtemperatur auf über 5 °C steigt.

### 8.4.8 Notbetrieb

Fällt die Batteriespannung des Gerätes auf unter 2.1V, wechselt das Gerät automatisch in den Notbetrieb. In diesem Modus stellt das Gerät seine Funktion der Raumtemperaturregelung ein und fährt das Heizkörperventil in eine vom Nutzer konfigurierte Notfall-Position. Die zyklische Statusmeldung sendet das Gerät jedoch weiterhin. Konfiguriert werden kann die Notfall-Position mit dem Befehl [`Set Valve Emergency Position (0x20)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/6.-konfiguration-des-ventils.md) und ausgelesen mit dem Befehl [`Get Valve Emergency Position (0x1F)`](/dnt-lw-etrv/kommunikationsprotokoll/6.-konfiguration-des-ventils.md).

Bevor der Notbetrieb allerdings aktiviert wird, sendet das Gerät ab einer Batteriespannung von unter 2.2V automatisch die Batteriespannung innerhalb der zyklischen Statusmeldung (0x04) mit, um den Nutzer frühzeitig zu warnen, dass die Batterien schwach sind.

Erst wenn die Batteriespannung auf einen Wert von über 2.4V steigt, wird der Notbetrieb wieder verlassen.

Sinkt die Batteriespannung auf einen Wert von unter 2V, stellt das Gerät auch seine LoRaWAN® Kommunikation ein und schaltet sich aus, um eine Tiefenentladung und somit ein Auslaufen der Batterien zu vermeiden.


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